Baltikumreise

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War das schön, sagen noch immer die 27 Teilnehmer der Freizeit, die uns im September nach Stettin, Danzig und Masuren führte. Ein sehr abwechslungsreiches Programm, schöne Hotels und eine harmonische Gemeinschaft sorgen für wunderbare Eindrücke und Erinnerungen. Interessante Stadtführungen in Stettin und Danzig brachten uns die Kultur und Kunst näher und wurden vertieft mit einer Schifffahrt zur Westerplatte bei strahlendem Sonnenschein. In Oliva nahmen wir an einer Orgelführung in Oliva teil. Die Orgel gehört zu den größten  in Europa mit 7000 Pfeifen. Besonders beeindruckt hat uns auch das Museum Solidarnosc in Danzig. Reiner Rinne führte uns in einen Stadtteil von Stettin, wo einst das Finkenwalder Predigerseminar der Bekennenden Kirche war. Geleitet wurde es von Dietrich Bonhoeffer von 1935-1937. Dann wurde es von den Nazis geschlossen. Im Jahr 2012 wurde hier zur Erinnerung ein Garten der Stille und Meditation angelegt. Auf dem Weg nach Danzig besuchten wir die polnische Sahara (Wanderdünen) bei Leba , klitschnass aber sehr fröhlich erlebten wir diese wundervolle Naturkulisse. Dies war unser einziger Regentag!  Natürlich durfte  auf dem Weg zu den masurischen Seen eine Besichtigung der Marienburg nicht fehlen. Masuren einfach traumhaft! Unser etwas abseits gelegenes Hotel in Paprotki, direkt am See mit einer hervorragenden Küche, erwies sich als ein Volltreffer. Als wir am Abend im Dunkeln unser Hotel suchten und auf Holperpisten durch einsame Felder und Wälder fuhren, hatten wir schon Angst , was uns jetzt wohl erwartet. Fast alle Teilnehmer sagten, so gut, so tief und fest haben sie schon lange nicht geschlafen.Das Hotel war gut gelegen für Ausflüge nach Mikolajki, Gizycko und Krutyn. Für jeden Geschmack war etwas dabei: Wandern durch endlose Seen, Felder, Wälder und dabei Kraniche beobachten, Besichtigung der Kirche der Altgläubigen,  Besuch der Wolfsschanze / Bunkeranlage Mauerwald, Orgelführung in Heiligelinde, wir sahen das Schloss derer von Lehndorff in Steinort  und ließen uns  mit Booten auf der  Krutynia durch das Naturschutzgebiet staken,  Kaffee trinken mit Führung durch die historische Kultursiedlung in Kadzidlowo und… und… Auf dem Rückweg übernachteten wir in Gnesen und besichtigten in der Kathedrale die berühmte Bronzetür. Sehr lustig war auch ein Leseabend mit Geschichten von Siegfried Lenz aus seinem Buch „So zärtlich war Suleyken“. War das schön, sagen noch immer viele Teilnehmer unserer Kirchenfreizeit und so blicken wir gespannt auf das nächste Jahr.

Ruth Everding

Autor:Diakon Ingmar Everding

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