10. Nacht der Geschichten

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In der 10. Nacht der Geschichten können die Bad Eilser Kids erneut durch hervorragende Ermittlungsarbeit einen mysteriösen Kriminalfall aufklären.

Der Schreck bei Christel Bergmann war groß, als sie am vergangenen Wochenende einen Drohbrief erhielt, der es in sich hatte: wenn nicht binnen 24 Stunden eine hohe Geldsumme gezahlt werde, würde ein Attentat folgen, welches den gesamten Kurbetrieb zum Erliegen bringen könnte… Was für ein Zufall, dass gerade die alljährlich stattfindende Nacht der Geschichten begonnen hatte und somit viele Spürnasen im Gemeindehaus der evangelischen Kirche auf ihren Einsatz warteten. So bat die Bürgermeisterin Ingmar Everding und seine Kids um Hilfe, ebenso die Ermittlerteams von „TKKG“ und den „???“. Sie entschieden sich, in kleinen Gruppen, die Ermittlungen aufzunehmen. Die Verbrecherjagd in den dunklen Gassen von Bad Eilsen konnte beginnen…

Die Nacht der Geschichten ist bei Kindern und Jugendlichen so beliebt, wie kaum eine andere Jugendveranstaltung der Kirchengemeinde. So reisten dann auch zu dieser 10. Nacht wieder 80 Kinder mit Iso-Matte, Schlafsack und dem ein oder anderen Kuscheltier an. Eine logistische Meisterleistung der betreuenden Teamer, die aufgeregten sieben- bis elfjährigen Jungen und Mädchen in Empfang zu nehmen, das Gepäck zu verstauen und nach der Begrüßung in Gruppen aufzuteilen. „Viele von den Teamern sind schon von Anfang an dabei, waren früher selber Teilnehmer und haben auch heute noch Spaß an der Sache. Dadurch haben alle schon eine gewisse Routine, “ erzählte Ingmar auf die Frage, wie man so etwas denn am besten organisiert. Doch obwohl die fast 20 Betreuer mittlerweile wissen, worauf es ankommt, ist keine Nacht der Geschichten so, wie die andere und auch nach zehn Jahren ist vieles immer wieder neu und spannend. Das Lesen und die Bücher stehen nach wie vor im Vordergrund. So gab es wieder zwei Lese- bzw. Vorleseeinheiten, eine Leserattenhöhle und die Gelegenheit Hörbücher zu erleben. Aber der Höhepunkt blieb wie immer, die Nachtwanderung. „Diese Wanderung ist nicht nur einfach ein Spaziergang im Dunkeln, sondern die Kinder werden von ihren Kinderbuchhelden mitgenommen ein Abenteuer zu bestehen, Gauner zu entlarven oder böse Buben zur Strecke zu bringen“, erklärte Ingmar. Ursprünglich ist die ganze Sache etwa auch so vor 10 Jahren entstanden. „Wir waren damals noch viel mit der Waldjungschar unterwegs. Da hatte meine Tante Bettina Visser-Winkelhake die Idee, ob man nicht einmal so etwas machen könne, wie so ein Hörbuchgeschichte aus dem Radio, wie z.B. eine die Astrid Lindgren Nacht, nach zu spielen. Daraus ist dann diese Nacht der Geschichten entstanden. Gleich beim ersten Mal haben sich 40 Kinder angemeldet. Über die Jahre sind das dann immer mehr geworden. Schön, daran ist aber auch, dass wir in jedem Jahr einige Menschen in der Kirchengemeinde finden, die spontan bei den Geschichten mitspielen, sei es die Bürgermeisterin, der Pizza-Bäcker von gegenüber oder einfach eine Omi von nebenan. Gerade das macht die Geschichten so lebendig “, stellt Ingmar fest.

Wie in den Jahren zuvor wurde dann schließlich auch in der Gemeinschaftsarbeit der Kriminalfall 2017 Jahres aufgeklärt und fand ein gutes Ende: es war nämlich so, dass zwei ehemalige Kurgäste, „Hans Nichtskönner“ und „Klaus Chaos“, alias Fiddy und Lasse Winkelhake, sich wegen schlechter Behandlung in ihrer Kur, an der Bürgermeisterin und dem Kurort rächen wollten. Ihr Plan wäre es gewesen, das geforderte Geld zu bekommen oder die Schwefelquelle des Kurortes zu vergiften. Doch da die beiden selber so tollpatschig, die jungen Ermittler aber so pfiffig waren, konnten die beiden Kriminellen von den Kindern und der Polizei dingfest gemacht und schließlich abgeführt werden. Unsere Bürgermeisterin Christel Bergmann bedankte sich persönlich bei den jungen Rettern und übergab zum Dank eine große Portion „Süßkram“.

Nach dem gemeinschaftlichen Essen im Gemeindehaus, wie immer lecker zubereitet durch Ruth Everding, Kira Russo und einer weiteren Leseeinheit, wurden die aufgeregten Leseratten endlich ruhiger. Gegen 22:30 Uhr halfen die Teamer den Kindern im ausgeräumten Kirchenschiff ihre Schlafplätze einzurichten. Bis völlige Ruhe eintrat, dauert es noch lange, aber letztendlich fielen auch dem letzten Bücherwurm die Augen zu. Um 10 Uhr am nächsten Morgen war die Lesenacht für die Kleinen beendet.

Die Samstagnacht gehörte wieder den 12- bis 18-jährigen. Die 20-köpfige Gruppe der Jugendlichen beschäftige  sich unter dem Motto „Schaumburg liest“ mit einigen Kapiteln aus „Das Buch von allen Dingen“. Ihre Aufgabe bestand darin, in Gemeinschaftsarbeit Fragen zu beantworten, Aufgaben zu erledigen und Lösungen zu finden. Im Vordergrund stand aber auch hier, die Gemeinsamkeit, der Spaß und das wirklich „coole“ Erlebnis in der Kirche zu übernachten.

Auch die 10. Nacht der Geschichten war wieder ein unvergesslicher Spaß für die Kinder und Jugendlichen. Alle hoffen, dass es auch im nächsten Jahr die 11. Nacht der Geschichten geben wird.

Anja Hillmann

 

Autor:Diakon Ingmar Everding